Die 20. Auflage des Dolomitencup ist zu Ende – und mit ihr ein Turnier, das sein Jubiläum kaum besser zelebrieren hätte können. Den glanzvollen Schlusspunkt in der neuerlich ausverkauften Würtharena in Neumarkt setzte der HC Kometa Brno, der den Schweizer Top-Klub EV Zug in einem spektakulären Finale mit 3:2 bezwang.
Kometa Brno und der EV Zug lieferten vor rund 1.000 Zuschauern die finale Show der Jubiläumsauflage des Dolomitencups – und zugleich den Schlusspunkt eines dreitägigen Eishockeyfestes, das zum einen auf dem Eis der Würtharena, zum anderen aber auch im Fanzelt und in den Gassen Neumarkts gebührend zelebriert wurde. Auch beim vierten und letzten Spiel waren alle Zuschauerplätze restlos ausverkauft.
Ein NHL-Star als besonderer Gast
Unter die Fans mischte sich dabei auch ein absoluter Eishockey-Star: der deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer, der seit 15 Jahren sein Geld in der NHL verdient und dem Südtiroler Unterland vor dem Trainingsstart mit den Seattle Kraken einen Besuch abstattete. Grubauer war es auch, der das große Finale mit dem symbolischen Puckdrop eröffnete.
Danach gehörte die Bühne den Kufenstars aus Tschechien und der Schweiz, die prompt powervolles Offensiveishockey, Härteeinlagen und Tore offenbarten. Zunächst war es Kometa, das die Oberhand hatte. Binnen zwölf Sekunden landete der Traditionsklub aus Brünn einen Doppelschlag zum 2:0. Zunächst traf Witkowski zum 1:0, dann überraschte Mikyska Zug-Backup Birchler am ersten Pfosten (10.). Die Schweizer zeigten sich davon allerdings nicht beeindruckt, Dominik Kubalik und Nik Petrovic scheiterten nur knapp am Anschlusstor. Dieses sollte schließlich zur Hälfte der Partie gelingen, als Jan Kovar nach einem Zuspiel von Samuel Guerra zum 1:2 traf (30.).
Tore satt im Mitteldrittel
Mit dem ersten Zug-Tor nahm die Partie nun noch mehr Fahrt auf. Es entwickelte sich ein wildes Rauf und Runter, in dem Kometa als Nächstes brillierte. Adam Zboril spielte sich herausragend frei und legte für Kapitän Kristian Pospisil auf, der zum 3:1 eindrückte (31.). Dieses Mal hatte allerdings Sven Senteler die passende Antwort parat. Per Rebound verkürzte er prompt zum 2:3 aus Sicht der Zentralschweizer (34.). Diese warfen im Anschluss alles in die Waagschale, um Kometa den Pokal noch aus den Händen zu reißen. Allein Andreas Wingerli hatte im Schlussdrittel mehrfach die Chance, mit dem 3:3 das Penaltyschießen zu erzwingen. Doch den Zuger Bemühungen stellte sich immer wieder der überragende Jan Kavan im Tor der Tschechen in den Weg, wie bei einem satten Onetimer von Gregory Hofmann in der Schlussphase.
So waren am Ende alle Sturmläufe und auch der lautstarke Support der Zuger Fans umsonst, der dritte Titelgewinn beim Dolomitencup blieb den Eidgenossen verwehrt. Dafür stemmte Kometa Brno die Kulttrophäe erstmals in die Höhe – und das ausgerechnet bei der Jubiläumsauflage des Dolomitencups. Einer Auflage, die in Neumarkt und darüber hinaus so schnell nicht in Vergessenheit geraten dürfte.
HC Kometa Brno – EV Zug 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)
Kometa: Kavan (Rablan); Kucerik-Davidson, Krai-Witkowski, Nedomiel-Svozil, Svozil, Mikyska; Leino-Pospisil-Zboril, Cingel-Cajkovic-Kuric, Kollar-Chludil-Selic, Ilomaki-Vehovsky-Kusko, Suss.
Coach: Kamil Pokorny
Zug: Birchler (Genoni); Sklenicka-Diaz, Guerra-Bengtsson, Geisser-Schneller, Stadler-Balestra; Rohrer-Hofmann-Gredig, Kovar-Wingerli-Kubalik, Senteler-Wey-Petrovic, Egli-Antenen-Lindermann.
Coach: Lauri Marjamäki
Tore: 1:0 Luke Witkowski (9.43), 09:55 Dalimil Mikyska (9.55), 2:1 Jan Kovar (30.00), 3:1 Kristian Pospisil (30.52), 3:2 Sven Senteler (33.02)
MVP: Jan Kavar (Kometa),Raphael Diaz (Zug)
Schiedsrichter: Lazzeri, Virta (Fleischmann, Uli Pardatscher)
Zuschauer: 978 (ausverkauft)
Foto: Max Pattis



